Blindenhunde begegnen einem im Alltag immer wieder. Nur allzu oft sind sie in ihrem Betätigungsfeld zu beobachten, wenn sie Blinden oder sehbehinderten Menschen den selbständigen Weg in den Alltag ermöglichen. Die wohl am häufigsten bewusst wahrgenommenen Blindenhunde sind Golden Retriever. Diese sind nicht nur aufgrund ihres wsens perfekt als Begleithunde geeignet, auch ihre angenehme Körperhöhe macht sie zu einem geeigneten Begleithund für Blinde und sehbehinderte Menschen. Grundsätzlich kann in jeder Rasse der optimale Blindenhund gefunden werden, doch schon allein die Tatsache, dass Blindenhunde eine gewisse Körpergröße aufweisen sollten, macht viele, vor allem kleine Rassen, ungeeignet für diese Art des Begleithundes. Doch, worin zeichnen sich denn Blindenhunde im Besonderen aus?
Blindenhunde sollten bestimmte Wesenszüge haben, diese werden in einem so genannten Eignungstest geprüft. Wichtig für die Arbeit der Blindenhunde ist ein ruhiges und ausgeglichenes Gemüt. So sollten sie denn zum einen unerschrocken sein, Menschenmassen dürfen sie niucht verunsichern und auch sonst dürfen sie sich nicht von den Geschehnissen in ihrem Umfeld ablenken lassen. Dies könnte für den jeweiligen Besitzer wahrlich fatale Folgen haben. Wird nun ein Hund im Rahmen eines solchen Eignungstests als tauglich erachtet, bekommt er eine mehrjährige Ausbildung zu einem Begleithund. Während dieser Ausbildung lernt ein solcher Blindenhund alles, was er in einem späteren Arbeitsalltag braucht, um seinem Menschen ein sicheres und selbständiges Alltagsleben zu ermöglichen. Doch die Ausbildung als solches ist nur eine Teil dessen, was ein Blindenhund leistet.
Nicht selten sind Blindenhunde zugleich auch die engsten Vertrauten der Blinden, oft sogar die einzigsten. So spenden sie denn Trost, nehmen dem Betroffenen, gerade in der ersten Zeit der Blindheit, die Angst vor dem Alleinsein. Auch sind sie Spielgefährten der Blinden, wenn diese einmal von ihrer Einsamkeit übermannt werden. Die Blindenhunde aber sind, neben der Tatsache, dass sie als Begleithund einen harten Job haben, in erster Linie auch Therapeut. Ohne sie, ohne ihre Hilfe, wären viele Betroffene nicht in der Lage, ihrem gewohnten Alltag zu folgen, sie wären auf fremde Hilfe angewiesen oder vielleicht würden sie auch zu einem Pflegefall werden. Es gibt viele Blinde und sehbehinderte Menschen, die nicht auf die Hilfe ihrer Familie zurückgreifen können. Für sie ist ein Blindenhund quasi die letzte Rettung, um sich nicht vom Rest der Gesellschaft abschotten zu müssen.
Nun gibt es im Umgang mit solchen Begleithunden natürlich einige Regeln, an die sich jeder halten sollte. So sollte zum Beispiel ein solcher Blindenhund, solange er im Dienst ist, nicht gestreichelt werden und schon gar nciht gefüttert. Auch sollte man einen Blindenhund nicht ansprechen, ohne vorher den Besitzer um Erlaubnis zu fragen. Blindenhunde genießen zwar eine hervorragende und sehr solide Ausbildung, doch sollte im Alltag ihre Reizgrenze nicht auf die Probe gestellt werden. Wenn alle Beteiligten sich an ein paar grundlegende Regeln halten, dann steht dem perfekten Miteinander ncihts im wege. So genießen denn diese besonderen Begleithunde einen ganz besonderen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Für die Blinden sind sie oft die einzigste Möglichkeit ein eigenständiges Leben führen zu können, sich ihre Selbständigkeit zu bewahren und nicht alleine und zurückgezogen ihr restlcihes Leben fristen zu müssen.
Foto: Ellen Ebenau – Fotolia.com