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Blindheit – leben in Finsternis

Bei der Blindheit geht es um die ausgeprägteste Form der Sehbehinderung mit gänzlich fehlendem oder nur sehr gering vorhandenem Wahrnehmungsvermögen eines oder beider Augen. Dieses Defizit kann entweder angeboren oder erworben sein. Doch meist handelt es sich um eine irreversible Form und wird vom Gesetz als schwere Behinderung angesehen. Blindheit hat keine Auswirkung auf die geistigen Fähigkeiten, wird aber von der Umwelt oft so angenommen. Blinde Menschen haben es in der Gesellschaft auch heute noch oft sehr schwer und werden oft nicht voll akzeptiert.

Angeborene Blindheit

Ist die Blindheit angeboren, kennen Menschen nichts als die permanente Dunkelheit. Sie finden sich in ihrem Alltag ebenso gut zurecht wie normal sehende Menschen. Doch legt die Umwelt ihnen oft Steine in den Weg, weil nicht ausreichend an die Bedürfnisse blinder Menschen gedacht wird. In Städten verfügen zum Beispiel nur ein kleiner Teil der Fußgängerampeln über ein Signalsystem, welches anzeigt, wann es für Fußgänger grün ist. Dabei sind es diese einfachen Dinge, die das Leben mit der Blindheit um einiges erleichtern. Auf Aufzügen und Medikamenten wird heute bereits die Blindenschrift mir aufgebracht, auch Geldautomaten machen es Menschen mit Blindheit einfacher diese zu bedienen. Doch sind Menschen trotzdem immer in gewisser Art und Weise auf die Hilfe ihrer Umwelt angewiesen. Beim Einkaufen zum Beispiel, dieser kann nur in den seltensten Fällen alleine bewerkstelligt werden und es wird eine Person benötigt, die dies übernimmt.

Erworbene Blindheit

Wurde die Blindheit erworben, kommen Menschen hiermit oft nur sehr schwer klar. Doch besteht hier immer noch ein Unterschied, ob dieser Vorgang schleichend oder plötzlich eingetroffen ist. Hier sind dann Krankheiten des Auges oder ein Unfall die häufigsten Ursachen für eine eintretende Blindheit. Mit dieser Form kommen Menschen oft weniger gut klar und sind gerade zu beginn depressiv. Diese Personen sind auch immer auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen und der Verlust ihres Augenlichtes ist eine tragische Geschichte. In solchen Fällen ist professionelle Hilfe Pflicht. Betroffene müssen ihre Blindheit akzeptieren lernen, mit der Zeit werden sie damit umzugehen wissen. Spezielle Trainer ermöglichen diesen Menschen, mit ihrer Blindheit umzugehen und diese anzunehmen.

Hilfsmittel

Es stehen bei der Blindheit viele Hilfsmittel zur Verfügung. Allen voran der Blindenstock. Dieser wird vor dem Körper geführt und zeigt dem Blinden Hindernisse an. Auch die Umwelt nimmt blinde Menschen so besser war und kann, wenn gewünscht auch behilflich sein. Ein treuer Begleiter bei Blindheit ist oft der Blindenhund. Hierbei handelt es sich um speziell ausgebildete Hunde, die für ihren Besitzer zum besten Freund werden und ihm den Alltag erleichtern. Bei Gefahr bleiben sie stehen, heben heruntergefallene Dinge auf und werden zum Beschützer. Gerade blinde Frauen sind hier die häufigsten Besitzer von Blindenhunden. Sie fühlen sich mit diesen einfach sicher. Ein solches Tier ist allerdings sehr teuer, da zum einen nicht jeder Hund sich eignet und zum anderen ist die Ausbildung sehr kostenintensiv. Die Krankenkasse zahlt wenn überhaupt nur einen sehr geringen Teil. Oft bekommen Menschen mit Blindheit nur dann einen Hund, wenn sie diesen selbst zahlen oder mit Spenden Geld gesammelt wurde.

Foto: Judex – Fotolia.com

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