Unter Schweißfüßen leiden viele Menschen und die Hauptursache für einen Schweißfuß ist nicht, wie häufig vermutet wird, mangelnde Hygiene, sondern es stecken häufig andere Ursachen dahinter.An der Fußsohle befinden sich zahlreiche Schweißdrüsen, die für einen gesunden Stoffwechsel sorgen und die Temperatur regeln. Der Schweiß am Körper verdunstet normalerweise schnell wieder. Bei den Füßen allerdings ist das schwierig, da die Füße meistens den ganzen Tag im Schuh eingeschlossen sind.
Deshalb kann der Schweiß nicht einfach verdunsten, sondern wird von speziell auf Schweiß spezialisierten Bakterien abgebaut. Diese Bakterien erzeugen durch die Endprodukte einen speziellen Geruch, der bei einem gesunden Fuß kaum wahrnehmbar ist und bei der üblichen Hygiene leicht abgebaut wird. Entsteht aber zu viel Schweiß, so kann dieser nicht mehr abgebaut werden. Es entsteht ein dunkles nasswarmes Klima, das Bakterienarten und Pilzen ein ideales Klima liefert. Unangenehme Gerüche und Erkrankungen des Fußes sind die Folgen.
Verursacher für Schweißfüße sind falsche Fußbekleidung, zum Beispiel Socken, Strümpfe und Strumpfhosen aus luftundurchlässigen Kunstfasern, sowie Schuhe, die nicht atmungsaktiv sind.
Es können aber auch Krankheiten dahinterstecken, wie zum Beispiel Stoffwechselkrankheiten, Bluthochdruck und seelischer Stress. Hierdurch ist das vegetative Nervensystem gestört und es entsteht eine Überfunktion der Schweißdrüsen.
Meist kann man dem Schweißfuß mit einigen einfachen Maßnahmen effizient entgegenwirken oder zumindest den Zustand mildern:Es ist auf Schuhwerk zu achten, das luftdurchlässig ist. Der Fuß muss atmen können. In akuten Fällen sollte man die Schuhe täglich wechseln und einen Tag auslüften lassen. Strümpfe, Strumpfhosen und Socken, sollten aus einem Material gefertigt sein, das den Schweiß aufsaugt. Geeignete Materialien können hierzu Baumwolle und Schurwolle sein.
Um seelischen Stress zu vermeiden, eignen sich Entspannungsübungen, die der erhöhten Schweißproduktion entgegenwirken.
Man sollte auch auf gesunde Ernährung achten, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten.
Foto: Robert Kneschke